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habe in dem Sonderheft des OldtimerMarkt einen Artikel über galvanisches verzinken gelesen. Kleine Handgeräte für Reperaturen kosten von 20 bis 200Euro(für größere Flächen) im Set. Da kam mir die Idee des selberbauens.
Hier habe ich eine Homepage mit einer guten Anleitung gefunden:
Reparaturstellen.
Was ist wenn man im Winter nen Kratzer im Lack hat? Lackieren ist da nicht, aber galvanisch verzinken ist kein Problem.
Muß demnächst noch bei nem Wagen die SChweller entrosten und neu lackieren. Da wäre es doch klasse wenn man die gleich richtig verzinken könnte.
Laut der Oldtimerzeitschrift ist die so aufgebrachte Zinkschicht genauso gut wie die Orginalverzinkung einer Karosserie und bei weitem besser als Zinkspray.
Ich probiers auf jeden Fall an einem Stück blanken Blech aus(zur Hälfte) und das wird dann in Salzwasser eingelegt.
Gruß Christian
Edit:
So habe mir Salzsäure besorgt(30%ig) und Zinkblech(reines Zink). Heftig wie das Zeug reagiert, dazu eine ganz schöne Wärmeentwicklung. Und das Zink ist weg wie nix.
Muß morgen nochmal los mehr Zinkblech holen.
so jetzt gehts los mit dem Werkzeug. Nachdem ich das Zinkelektrolyt herausgeflitert habe wie in der Anleitung(von ca 1Liter gemisch bleiben am ende nur ca.200ml übrig, Der Rest flockt), habe ich mich ans Werk gemacht.
Hier mein Galvanisiergerät, bestehend aus einem alten Feilengriff, einem Alustab und einem Stück Spültuch. Die Lampe zur Strombegrenzung habe ich mit Krokoklemmen dazwischengehangen. Ich habe dafür eine 21W Lampe genommen.
Und hier dann das erste Blech:
Dort wo die Zahlen stehen habe ich das Gerät ohne Bewegung angesetzt und je 10,20 und 30Sekunden angehalten. In der linken Ecke habe ich dann das Gerät langsam bewegt um eine Fläche zu simulieren. Rechts ist rote Grundierung.Danach habe iches mit ewas Wasser abgespült und in einem gestern Abend in einen Wassereimer gelegt. Eines hatte ich noch nicht bedacht: Da das Wasser das Belch komplett umschließt wird sofort das Zink als Opferanode angegriffen.
Heute morgen habe ich nochmal nachgesehen und dieses Enddeckt(ist ein gefaktet Bild, kommt dem aber sehr nahe)
Der Rost war nur hauchdünn und ließ sich mit einem Finger ganz leicht wegwischen wie Staub. Was ich am meisten gewundert hat: In der linken Ecke ist das Zink bereits komplett weggefressen, sowie dieser klare nicht angegriffene Streifen mitten auf dem Blech. Also muß ein gewisser SChutz vorhanden sein. Ich muß mir nochmal ein Blech besorgen, die mal kopmlett grundieren und lackieren und dann eine Stelle freischleifen und verzinken. Und dann mal sehen wie das zink da schützt.
Saure, chloridhaltige Hochleistungselektrolyte schaffen zw. 1-2µm/Min Zink abzuscheiden.
Du verzinkst 30 Sek und hast keinen "guten" Elektrolyten. Also vermutlich noch weniger Zink drauf. So gross ist der Korrosionsschutz dann noch nicht.
Um eine Zinkschicht mit sagen wir 5µm zu erhalten, kannst du dir ausrechnen, wie lange du am Verzinken bist.
Wie behandelst du vor? Entfettung ist sehr wichtig, oder schleifen, damit das Zink auch richtig haftet!
Wie behandelst du nach? Wenn genug Zink drauf ist, kann man schleifen vorm lackieren, aber direkt nach dem Verzinken muss man die ganze Sache passivieren. Da kann ich Aceton empfehlen (Vorsicht bei Lack), oder auch Bremsenreiniger.
Zu deinen Bildern:
Bewegung ist wichtig für eine homogene Abscheidung! Also auch wenn das jetzt zuerst mit rostet, ist es, über 5 Min (z.B.) die wesentlich bessere Schicht.
vorbehandeln ganz klar durch blankschleifen und entfetten. Das stimmt schon.
Du hast natürlich recht mit dem Elektrolyt. Das wird dann wohl der Grund sein warum käufliche Produkte so teuer sind.
Ich bin nach der Anleitung auf der Homapge gegangen und nahm an das die angegebenen 20 Sekunden reichen würden. Dem ist aber wohl nicht so.
Was ich nochmal wie dort angegeben veruschen werde ist mit weniger Strom zu arbeiten, sowie einmal eine richtige Reparaturstelle zu simulieren.
Ich denke aber mal das man die Technik wohl nur für kleine Stellen wie Feine Kratzer oder Steinschläge einsetzen kann. etwas größeres wird wohl zu aufwendig.
Auch muß der Schwamm immer gut aufliegen, ansonsten überträgt sich das Zink nicht gleichmäßig.
Tja, und ich denke anschleifen zum nachbehandeln ist da nicht. Abwaschen schon.
Eine Schicht von 5µm wird sich nicht gerade mit Schmirgelpapier vertragen.
Du kennst dich wohl auch ganz gut aus damit?! Warum hat sich in der Mitte des Blechs kein Rostbelag(man konnte den anderen Rost ja so wegwischen) gebildet? Und warum hat sich die eine augebrachte "Test" Fläche schon abgelöst obwohl diese dicker zu sein schien als die anderen?
Wenn man so lange braucht um eine vernünftige Zinkschicht aufzubauen ist das nichts.(Wahrscheinlich hat das deswegen so keiner probiert).
In der Oldtimerzeitung war das ganze Bildlich gut an einem reparierten Kotflügel dargestellt und das es auch recht schnell geht.
Oder die benutzen spezielle Elektrolyte und sind deshalb so teuer?!